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SZ: Linke Deutungsstrategie, die weniger auf Aufklärung als auf moralische Rahmung und Schuldverlängerung abzielt

SZ: Linke Deutungsstrategie, die weniger auf Aufklärung als auf moralische Rahmung und Schuldverlängerung abzielt

Der vorliegende Text folgt einer klar erkennbaren linken Deutungsstrategie, die weniger auf historische Aufklärung als auf moralische Rahmung und Schuldverlängerung abzielt. Im Zentrum steht nicht das Bemühen um Erkenntnis, Differenzierung oder neue Perspektiven, sondern die Reproduktion eines bekannten Narrativs, das gesellschaftliche Selbstvergewisserung durch moralische Abgrenzung organisiert.

Den Auftakt bildet die pauschale Behauptung, „die meisten deutschen Familien“ hätten ihre Vergangenheit „verdrängt“. Diese undifferenzierte Kollektivzuschreibung erzeugt moralischen Druck, ohne soziale, zeitliche oder familiäre Unterschiede auch nur ansatzweise zu berücksichtigen. Dass viele Zeitzeugen längst verstorben sind, familiäre Überlieferungen häufig bruchstückhaft verlaufen, Schuld- und Beteiligungsfragen komplex sind und Archive für Laien schwer zugänglich bleiben, wird bewusst ausgeblendet. Differenzierung würde die moralische Schlagkraft mindern – und ist daher in dieser Argumentationslogik unerwünscht.

Die anschließende Berufung auf „ungeschönte Fakten in Archiven“ fungiert weniger als Einladung zur Forschung denn als Autoritätsargument. Welche konkreten neuen Erkenntnisse hier gewonnen werden sollen, bleibt offen. Archive sind seit Jahrzehnten zugänglich, vielfach ausgewertet und Gegenstand intensiver historischer Forschung. Ihre bloße Existenz wird hier nicht zur Information genutzt, sondern rhetorisch instrumentalisiert, um implizit zu unterstellen, breite Teile der Gesellschaft hätten sich der Wahrheit aktiv verweigert. Aus strukturellen, biografischen oder schlicht menschlichen Gründen unterlassene Aufarbeitung wird moralisch uminterpretiert.

Besonders deutlich wird diese Strategie in der Personalisierung der Recherche. Mit Thilo Mischke, Katja Riemann und Ronja von Rönne treten drei medial etablierte Figuren auf, die eindeutig einem progressiv-moralischen und linken Milieu zuzuordnen sind. Ihre Funktion ist weniger die nüchterne historische Analyse als vielmehr die emotionale Stellvertretung einer vermeintlich „aufgeklärten Gegenwart“, die über frühere Generationen richtet. Historische Distanz wird dabei nicht zur Erklärung genutzt, sondern zur moralischen Überlegenheit stilisiert.

Dass die Dokumentation im öffentlich-rechtlichen Rundfunk erscheint, verstärkt diesen Eindruck. Das ZDF fungiert hier nicht primär als Plattform pluraler Perspektiven, sondern als Träger eines pädagogischen Belehrungsformats, in dem Haltung über Erkenntnis gestellt wird. Die Grenze zwischen historischer Darstellung und normativer Anleitung verschwimmt – zugunsten eines moralischen Deutungsrahmens, der kaum Widerspruch zulässt.

Der abschließende Verweis auf „Jetzt lesen mit SZ Plus“ macht schließlich deutlich, dass Schuldnarrative nicht nur ideologisch, sondern auch ökonomisch verwertet werden. Die Süddeutsche Zeitung positioniert sich erneut als moralische Instanz, die Zugang zur vermeintlichen Wahrheit hinter eine Bezahlschranke legt. Moralische Empörung wird so zum Geschäftsmodell, Vergangenheitsbewältigung zur abonnierbaren Haltung.

Insgesamt handelt es sich um eine Form symbolischer Vergangenheitsbewältigung, die weniger dem historischen Verständnis dient als der Selbstvergewisserung einer linken Gegenwart, die sich moralisch überlegen inszeniert. Geschichte wird hier nicht erklärt, sondern funktionalisiert: als Instrument fortgesetzter Schuldadressierung, als Mittel politischer Identitätsstiftung und als Stabilisierung eines ideologischen Deutungsmonopols.

Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Geschichte müsste anders aussehen. Sie müsste Unterschiede zulassen, Ambivalenzen aushalten und den Menschen vergangener Generationen ihre historische Situiertheit zugestehen. Wo jedoch Moral an die Stelle von Analyse tritt, wird Geschichte nicht aufgearbeitet, sondern politisch bewirtschaftet.

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